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Das Johannesevangelium - ein jüdischer Text mit besonderen Akzenten (Teil I)

Lehrhausveranstaltungsreihe mit PD Dr. A. Bedenbender (Dortmund)

29. Oktober, 5. u. 12. November 2018


Haus der Referate - 16.00 bis 18.00 Uhr
Seyffardtstraße 76, Krefeld


Auf den ersten Blick ist das Johannes-Evangelium ein höchst seltsamer Text. Wir hören hier vieles, was sich in keinem anderen Evangelium findet; und Jesus erscheint ungleich fremder als seine drei synoptischen Namensvetter. Gleichzeitig gibt es aber eine Reihe von Stellen, an denen sich „Johannes“ und die drei synoptischen Evangelien auf bemerkenswerte Weise berühren. Eine weitere Eigenart des Textes liegt in einer besonderen Spannung. Auf der einen Seite ist das Joh-Ev von Auseinandersetzungen zwischen Jesus und „den Juden“ durchzogen. Auf der anderen Seite aber ist nicht zu übersehen, daß das Joh-Ev ein höchst jüdischer Text ist: mit einer Fülle von Bezügen auf die jüdischen Feste und mit einem Jesus, der weiß: „Das Heil kommt von den Juden“ (Joh 4,22).

An den drei Nachmittagen stehen Texte im Mittepunkt, in denen Jesus als der Messias (Israels) vorgestellt wird:
1. Ein Messias, der sich Zeit lässt: Joh 2,1–11, Die Hochzeit zu Kana
2. Ein Messias, der sich Zeit lässt: Joh 11,1–54; 12,9–11, Die Auferweckung des Lazarus und ihre Folgen
3. Ein Messias zwischen Mose und Rom: Joh 6 i.A., Die Speisung der 5000 und die Brotrede

In Kooperation mit dem Schulreferat des evangelischen Kirchenkreises Krefeld-Viersen